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Gibt es einen Beförderungsstau bei der Polizei? Das Dilemma einer nachhaltigen Personalplanung in der öffentlichen Verwaltung
Auf einer Tagung zur aktuellen Lage der Personalpolitik und Personalplanung/Polizei stellte der Leiter GS einer großen Polizeibehörde in NRW während der Podiumsdiskussion die Frage: Sagen sie mir nur eins: Wie kann ich meine Beamten noch motivieren, die in den nächsten Jahren nahezu chancenlos sind. Sie haben keine Perspektive über die Besoldungsgruppe A 11 hinaus befördert zu werden! Dies ist eine interessante und für viele Führungskräfte eine heikle Frage. Allerdings ist diese Frage auf den Hintergrund einer unausgewogenen Altersschichtung mit überproportional vielen älteren Beamten nicht ohne Hintergedanken. Dahinter verbirgt sich zudem Brisanz und dies nicht zuletzt aufgrund von Fehlentwicklungen in den letzten Jahrzehnten. Ist es aber berechtigt, wegen der verbauten Chancen zu klagen oder muss man die Dramatik des Problems akzeptieren? Allerdings: Wer bereits heute über die eingeschränkten Beförderungsaussichten etwa bei der Polizei klagt, befindet sich fernab einer realistischen Einschätzung. Das Gegenteil wäre angesagt: Alle Polizisten zumindest in NRW haben in den letzten Jahrzehnten gemessen an der Stellenausstattung zum Zeitpunkt ihres Eintritts in die Polizei eine rasante Karriere hingelegt. Hiervon konnten sie bei ihrem Eintritt in den Polizeiberuf noch nicht einmal träumen. Statt Frust wäre Freude, Dankbarkeit und eine hohe Zufriedenheit mit dem Erreichten angesagt.
Seiten 211 - 218
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.PersVdigital.de/PERSV.06.2009.211
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