Inhalt » Archiv » Ausgabe 01/2009 » Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme im Disziplinarverfahren BVerwG, Beschl. v. 4. September 2008 – 2 B 61.07 –

Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme im Disziplinarverfahren BVerwG, Beschl. v. 4. September 2008 – 2 B 61.07 –

Der im gerichtlichen Disziplinarverfahren geltende Grundsatz der unmittelbaren Beweiserhebung durch das Verwaltungsgericht verbietet es, eine bestrittene, beweisbedürftige Tatsache statt im Wege des Zeugenbeweises durch Verlesen von Vernehmungsprotokollen des behördlichen Disziplinarverfahrens oder anderer gesetzlich geordneter Verfahren festzustellen.

Das Verwaltungsgericht darf die in einem anderen gesetzlich geordneten Verfahren getroffenen tatsächlichen Feststellungen nach § 57 Abs. 2 BDG seiner Entscheidung nur dann ohne erneute Prüfung zugrunde legen, wenn sie nicht bestritten werden.

Art. 103 Abs. 1 GG.
§ 13 Abs. 1 und 2, § 57 Abs. 2, § 58 Abs. 1 und 2,
§ 65 Abs. 1 und 3, § 69 BDG.
§ 86 Abs. 1, § 130 a VwGO.

BVerwG, Beschl. v. 4. September 2008 – 2 B 61.07 –

Seiten 25 - 27

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.PersVdigital.de/PERSV.01.2009.025

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